Viele Menschen empfinden unsere  Demokratie als angestaubt, abgenutzt und wenig zukunftsweisend. Die Parteiendemokratie lässt kaum Möglichkeiten für den Einzelnen die Gesellschaft in konstruktiver Weise politisch zu gestalten. Gleichzeitig nimmt die Spaltung der Gesellschaft vor allem in Bezug auf Einkommen, Herkunft und Bildung zu.

Am 15. September gründete sich deshalb aus einer Performance-Aktion im Rahmen der documenta 14 die Inititiative „Meeting Democracy e.V.“. Auch in loser Anlehnung an die Aktion zur direkten Demokratie, die Josef Beuys 1972 auf der documenta 5 vorstellte, sieht der Verein Kunst als Impulsgeber für eine gelebte Demokratie. Ziel ist es, die Möglichkeiten von Kunst zu nutzen um eine moderne Demokratie der BürgerInnen zu denken sowie fühl- und erlebbar zu machen. Dies soll zum einen durch die Vermittlung der Durchführung von Bürgergutachten mit Planungszellen geschehen. Es handelt sich dabei um eine Methode zur Konsensfindung in Gruppen, die bereits vielversprechende Ergebnisse erzielt hat und uns deshalb als plausibles Instrument erscheint. So beispielsweise auch in der Gestaltung des Kunstareals in München. Zum anderen sollen Kunstaktionen und die Zusammenarbeit mit KünstlerInnen einen kreativen Umgang und Diskurs zu einer aktuellen Demokratie fördern, indem sie neue (Denk)bilder schaffen.

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September 15, 2017